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6 Bildungswelt

Das hat sich die ökumenische Arbeitsgruppe zur Diskussion überlegt:

Jeder Mensch hat das Recht auf kostenfreie Bildung mit gleichen Zugangschancen – unabhängig von finanziellen, kulturellen oder sozialen Hintergründen und Voraussetzungen. Das Bildungssystem soll sich an der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen orientieren und nicht an den Interessen der Wirtschaft.

  • Schluss mit der Ökonomisierung der Bildung! Kleinkinder brauchen keine Chinesisch-Kurse in der KiTa, der Wirtschaftsunterricht an Gymnasien darf nicht die Gesellschaftswissenschaften vertreiben und die Freizeitgestaltung junger Menschen soll auf ihrem persönlichen Interesse und nicht auf der Verwertbarkeit für die beruflichen Chancen beruhen.
     
  • Alle Angebote der formalen und informellen Bildung müssen kostenfrei sein. Mindestens muss es elternunabhängige Finanzierungsmöglichkeiten während der gesamten Bildungsbiographie geben.
     
  • Individuelle Förderung wird nicht durch Auslese erreicht! Deswegen muss das dreigliedrige Schulsystem abgeschafft werden. Gleichzeitig müssen mehr Sonder- und Sozialpädagogen und mehr qualifiziertes Lehrpersonal eingestellt werden, damit die individuellen Bedürfnisse der Lernenden ausreichend berücksichtigt werden können.

Was meint ihr dazu? Oder ist Euch etwas ganz Anderes wichtig beim Thema "Bildung". Ihr könnt in Euren Beiträgen einzelne Thesen kommentieren, oder ganz neue Aspekte in Diskussion einbringen.

Die Beitragsphase ist bereits vorbei.

zum zweiten Punkt: Kostenfreiheit suggeriert manchmal auch, dass etwas nichts wert ist. Vielleicht sollte man es besser "bezahlbar" nennen. Informelle Bildung passiert ja z.B. innerhalb von Jugendverbänden - und eine Mitfinnzierung der Veranstaltungen ist dabei auch ein Teil der finanziellen Bildung


Bildung ist und bleibt ein Grundsatz für jeden Menschen. Daher sollte jedem ermöglicht werden den gewünschten Bildungsweg einzuschlagen. Keine Auslese durch Schulform oder sozialen Status.



Bildung findet nicht nur in den klassischen Formen (Schule, Ausbildung, Hochschule) statt, es gibt auch eine vielfältige Bildung auf Vereinsebene.


"Chinesisch-Kurse in der KiTa" Lächerlich, wo gibt es so was? Die Art und Weise der Bildungsangebote ist zweitrangig wichtig ist das jeder den selben kostenlosen Zugang hat. Wir sind als Menschen der Gesellschaft verpflichtet, daher müssen wir einen Beitrag einbringen, kurz um Arbeit leisten!

Es ist Falsch die wirtschaftlichen Interessen eines Landes aus der Bildungspolitik heraus zu halten, die Angebote müssen nur Vielfältig sein. Ich muss für den sicheren Fortbestand des Landes den nächsten Generationen das lehren was Sie für eine florierende Wirtschaft brauchen. Wir sind ein Hochtechnologieland, wir können es uns leider nicht leisten jedes Jahr 500.000 Ausbildungsplätze zum Bildhauer, Popsänger oder Graffitekünstler anzubieten. Wir brauchen, Wissenschaftler, Dienstleister und Techniker! Daher muss auch das Bildungssystem an der Wirtschaft orientiert sein! gruß Rouven Magnus



Lohngefüge umdrehen, junge Menschen müssen mit wenig Arbeit viel verdienen. Um sich parallel weiter zu bilden, um eine junge Familie zu ernähren und um ein Eigenheim finanzieren zu können. Mit zunehmenden Alter wird weniger Geld benötigt, da dann Kredite bezahlt und Kinder großgezogen sind...


Dem ersten und zweiten Punkt stimme ich komplett zu. Jeder Mensch sollte unabhängig von seiner Herkunft oder Familie die Chance haben, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und seine Bildung und Freizeit nach eigenen Interessen und Vorlieben gestalten zu können!



Zu erstens: hier gilt Nachfrage und Angebot. Wenn die Kurse gewünscht und belegt werden und man seine Freizeit selbst so gestaltet, dann ist man auch selber schuld. Zu zweitens: Wenn die Eltern genug Geld haben? Dann aber bitte auch zu 100% zurück zahlen. Bloß weil man zu stolz ist? Der ist teuer.