Alle Fragen im Überblick

Das hat sich die ökumenische Arbeitsgruppe zur Diskussion überlegt:

Gesellschaftliche Teilhabe und politische Partizipation sind für ein soziales und friedliches Zusammenleben unverzichtbar. Hierbei darf es keine Einschränkungen aufgrund der finanziellen Situation oder sonstiger Voraussetzungen geben.

  • Wählen zu können ist ein wichtiges Grundrecht in jeder Demokratie. Deshalb muss wählen dürfen, wer wählen will. Und das unabhängig vom Alter.
     
  • Es muss Freiräume (auch innerhalb von Institutionen wie der Schule, dem Büro oder dem Jugendverband) geben, die allen Menschen die Möglichkeit bieten, Selbstorganisation, Selbstbestimmung und Teilhabe dadurch zu leben, dass man (diese Räume) selbst gestaltet.

Was meint ihr dazu? Oder ist Euch etwas ganz Anderes wichtig beim Thema "Teilhabe und Freiheit". Ihr könnt in Euren Beiträgen einzelne Thesen kommentieren, oder ganz neue Aspekte in Diskussion einbringen.

Das hat sich die ökumenische Arbeitsgruppe zur Diskussion überlegt:

Deutschland ist ein reiches Land. Der Grundkonflikt, der sich durchzieht, besteht nicht zwischen Jung und Alt oder zwischen Stadt und Land, sondern zwischen Arm und Reich. Eigentum verpflichtet und stärkere Schultern müssen die schwächeren unterstützen – das müssen weiterhin wichtige gesellschaftliche Vereinbarungen sein.

  • Die Umverteilung zwischen Arm und Reich muss durch eine Vermögenssteuer organisiert werden. Auch die Erbschaftssteuer sollte deutlich erhöht werden – warum nicht auf 100%?
     
  • Jede_r muss das Recht auf angemessene, kostenfreie Alters- und Gesundheitsversorgung haben. Dabei dürfen reichere Menschen nicht aufgrund ihrer finanziellen Möglichkeiten bevorzugt werden.
     
  • Statt verschiedener undurchsichtiger Fördermöglichkeiten -wie Kinderfreibeträge oder Kindergeld- muss es eine Kinder- und Jugendgrundsicherung geben.

Was meint ihr dazu? Oder ist Euch etwas ganz Anderes wichtig beim Thema "Sozialwelt". Ihr könnt in Euren Beiträgen einzelne Thesen kommentieren, oder ganz neue Aspekte in Diskussion einbringen.

Das hat sich die ökumenische Arbeitsgruppe zur Diskussion überlegt:

Die Welt wächst zusammen und viele Prozesse werden nun global gedacht. Das führt aber nicht zu weniger, sondern zu mehr Ungerechtigkeiten und (kriegerischen) Auseinandersetzungen. Die reicheren Staaten bereichern sich an den neuen Möglichkeiten, während die ärmeren immer ärmer werden und es weiterhin zu viele Menschen gibt, die hungern und unterhalb des Existenzminimums leben. Der Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit muss hier dagegenstehen und mindestens die Menschenrechte müssen überall bewahrt und eingehalten werden.

  • Jeder Mensch muss ein Recht auf weltweit freie Niederlassung, auf Asyl und Existenzsicherung haben. Dies bedeutet zum Beispiel, dass Flüchtende überall, also auch in Deutschland und Europa, eine Heimat und freien Zugang zu Bildung und Arbeit vorfinden.
  • Das globale Wirtschaftssystem beutet aus, z. B. in der Bekleidungsindustrie / im IT-Bereich. Hierbei kommt sowohl jedem_r Konsument_in Verantwortung zu, sehr viel mehr muss jedoch für ethische und faire Prinzipien bei Produktion und Vertrieb in der Wirtschaft gesorgt sein. Statt Freihandelsabkommen (TTIP oder CETA) braucht es faire Handelsabkommen, die die Bedürfnisse der Ärmeren berücksichtigen.

  • Es ist notwendig, den Waffenexport zu beenden und in der Außenpolitik einen deutlichen Fokus auf präventive, nichtmilitärische Mittel zur Friedenssicherung zu legen.

Was meint ihr dazu? Oder ist Euch etwas ganz Anderes wichtig beim Thema "Globale Perspektive / Eine Welt / Europa". Ihr könnt in Euren Beiträgen einzelne Thesen kommentieren, oder ganz neue Aspekte in Diskussion einbringen.

Das hat sich die ökumenische Arbeitsgruppe zur Diskussion überlegt:

Wir Menschen haben uns die Erde untertan gemacht. Dies führt auch dazu, dass die Menschheit sie ausgebeutet, viele Tier- und Pflanzenarten zerstört, Raubbau betrieben und das Klima verändert hat. Dabei berührt Umweltschutz auch immer Fragen der sozialen Gerechtigkeit. Gerade ärmere Menschen leiden unter der Zerstörung, während reichere von der Ausbeutung der Natur profitieren, sich dann aber in schöne und saubere Landschaften zurückziehen. Es kann nicht sein, dass Einige Milliarden z. B. mit der Abholzung der Wälder verdienen und Andere durch die Folgen hungern müssen und ihre Lebensgrundlage verlieren.

  • Wir müssen tun, was wir können, um den Klimawandel zu stoppen und die Umwelt zu schützen. Denn der Versuch, die Menschen vor den Folgen durch effizientere Technologien (z. B. Gentechnik oder höhere Deiche) zu retten, wird nicht die Lösung sein.
     
  • Es braucht Konsumverzicht! Wirtschaft darf nicht auf Wachstum ausgerichtet sein, sondern es müssen neue Formen der Konsumminderung, z.B. durch Sharing von Klamotten, und des Konsumverzichts, z. B. durch Fleischkonsum, gefunden werden.
     
  • An den Preisen der Produkte muss erkennbar sein, wie viel ihre Herstellung und ihr Transport tatsächlich gekostet haben. Z. B. könnte es Auszeichnungen der CO2-Bilanz geben.

Was meint ihr dazu? Oder ist Euch etwas ganz Anderes wichtig beim Thema "Umwelt / Nachhaltigkeit". Ihr könnt in Euren Beiträgen einzelne Thesen kommentieren, oder ganz neue Aspekte in Diskussion einbringen.

Das hat sich die ökumenische Arbeitsgruppe zur Diskussion überlegt:

Arbeit ist mehr als Broterwerb. In unserer Gesellschaft werden Arbeit und der dadurch erreichte wirtschaftliche und soziale Rang vollkommen überhöht. Das zeigt sich auch daran, dass wir längst in einer Klassengesellschaft leben, in der der soziale Aufstieg kaum möglich ist. Ohne einen radikalen Umbau des Wirtschafts- und Sozialsystems ist eine Verbesserung im christlichen Sinne unmöglich.

  • Bei der gesellschaftlichen Bewertung von Arbeit und sozialem Status muss es (mindestens) zwei Veränderungen geben: Erstens muss auch nicht-monetäre Arbeit Anerkennung finden und der Mensch muss ganzheitlich in den Blick genommen werden. Jede_r bringt auf seine_ihre Art und Weise seine_ihre Talente ein. Zweitens muss eine Neubewertung der bestehenden Berufsgruppen erfolgen. Z. B. muss der gesamte soziale Bereich mit seinen verantwortungsvollen Aufgaben aufgewertet werden!

  • Nicht wirtschaftliche Interessen dürfen die Rahmenbedingungen für die Berufsfindung von jungen Menschen vorgeben. Jede_r muss genügend Zeit und Möglichkeiten des Ausprobierens bekommen.

  • Auch das Familienleben darf nicht wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die ein stressfreies Vereinbaren von Beruf und Familie ermöglichen.

Was meint ihr dazu? Oder ist Euch etwas ganz Anderes wichtig beim Thema "Arbeit". Ihr könnt in Euren Beiträgen einzelne Thesen kommentieren, oder ganz neue Aspekte in Diskussion einbringen.

Das hat sich die ökumenische Arbeitsgruppe zur Diskussion überlegt:

Jeder Mensch hat das Recht auf kostenfreie Bildung mit gleichen Zugangschancen – unabhängig von finanziellen, kulturellen oder sozialen Hintergründen und Voraussetzungen. Das Bildungssystem soll sich an der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen orientieren und nicht an den Interessen der Wirtschaft.

  • Schluss mit der Ökonomisierung der Bildung! Kleinkinder brauchen keine Chinesisch-Kurse in der KiTa, der Wirtschaftsunterricht an Gymnasien darf nicht die Gesellschaftswissenschaften vertreiben und die Freizeitgestaltung junger Menschen soll auf ihrem persönlichen Interesse und nicht auf der Verwertbarkeit für die beruflichen Chancen beruhen.
     
  • Alle Angebote der formalen und informellen Bildung müssen kostenfrei sein. Mindestens muss es elternunabhängige Finanzierungsmöglichkeiten während der gesamten Bildungsbiographie geben.
     
  • Individuelle Förderung wird nicht durch Auslese erreicht! Deswegen muss das dreigliedrige Schulsystem abgeschafft werden. Gleichzeitig müssen mehr Sonder- und Sozialpädagogen und mehr qualifiziertes Lehrpersonal eingestellt werden, damit die individuellen Bedürfnisse der Lernenden ausreichend berücksichtigt werden können.

Was meint ihr dazu? Oder ist Euch etwas ganz Anderes wichtig beim Thema "Bildung". Ihr könnt in Euren Beiträgen einzelne Thesen kommentieren, oder ganz neue Aspekte in Diskussion einbringen.

Das hat sich die ökumenische Arbeitsgruppe zur Diskussion überlegt:

Die Medienwelt ist im Wandel. Online sein ist Bestandteil des Alltags von nahezu allen Menschen. Und das passiert nicht nur zu Hause am PC oder Laptop, sondern vor allem mobil. Bis zu 100 Mal am Tag geht der Griff zum Smartphone, um Nachrichten zu schreiben, Facebook und Co zu checken oder zu surfen.

  • Die digitale Welt ist kein rechtsfreier Raum. Errungenschaften des analogen Zusammenlebens (Privatsphäre, Meinungsfreiheit, Briefgeheimnis, Recht auf informationelle Selbstbestimmung) müssen auf die digitale Welt übertragen werden.
     
  • Freies Netz für alle! Der Zugang zum Netz muss offen und gleichberechtigt für jede_n im privaten und öffentlichen Raum gewährleistet sein und vom Staat bereitgestellt werden.

Was meint ihr dazu? Oder ist Euch etwas ganz Anderes wichtig beim Thema "Medien". Ihr könnt in Euren Beiträgen einzelne Thesen kommentieren, oder ganz neue Aspekte in Diskussion einbringen.

Das hat sich die ökumenische Arbeitsgruppe zur Diskussion überlegt:

Jeden Tag wird deutlich, dass die Welt bunt und vielfältig ist. Das ist gottgewollt und gut so! Die "Zumutungen", die das mit sich bringt (z. B. im Blick auf kulturelle, politische, religiöse und sexuelle Vielfalt), sehen wir nicht als Problem, sondern als Chance ("Wir schaffen das!"). Bestehende Ungerechtigkeiten und Ungleichbehandlungen müssen dabei abgebaut werden.

  • Der Islam gehört selbstverständlich zu Deutschland. Auch die Schulen und sonstige etablierte Institutionen müssen sich für ihn öffnen. Einseitige Bevorzugungen der großen christlichen Kirchen (z. B. im Schulsystem) sind abzuschaffen!

  • Auch nicht heterosexuelle Menschen müssen heiraten dürfen, wenn sie das wollen.

  • Es muss eine konsequente Durchsetzung und Erweiterung der Frauenquote in Führungspositionen geben.

Was meint ihr dazu? Oder ist Euch etwas ganz Anderes wichtig beim Thema "Vielfalt". Ihr könnt in Euren Beiträgen einzelne Thesen kommentieren, oder ganz neue Aspekte in Diskussion einbringen.